Egregantius

Tag: Selbstsucht

Perhorreszierende Perzeptionen (XI)

[1] Lakonik: Kurz und herzlos.

[2] Warum ist man um alles in der Welt ausgerechnet sich verfallen?

[3] Man ist zwangsläufig auch das, was man gerne in sich gesehen hätte.

[4] Der Eifer ist dann am größten, wenn er keine rationale Grundlage hat.

[5] Melancholie ist der Nektar der Lebensphilosophie.

[6] Die Vergangenheit ist urwüchsig.

[7] Wer nichts mehr zu verlieren hat, kann sich wiederfinden.

[8] Er staunte zwar nicht schlecht, aber wohlgefällig.

[9] Eines Tages werden wir vielleicht offenen Auges zusehen müssen, worauf wir es abgesehen hatten.

[10] Alles wird für Nichts getan.

Garantierte Expektorationen (XII)

[1] Ich kann nun nicht besonders viel anbieten, aber mein Beispiel habe ich immerhin abzugeben.

[2] Wir hinterlassen weiterhin Eindrücke, auch wenn sich kaum noch jemand von uns beeindrucken lassen will.

[3] Menschen hinter Avataren sind nicht mehr gerne gesehen.

[4] Ich müsste mir auch erst einmal zurechtdenken, was ich im Augenblick gerade wirklich denke.

[5] Was und wer ver-rückt ist, soll also unverrückbar sein? Wenn das Verrückte allerdings zur Norm erklärt würde, wäre es plötzlich vollkommen normal und das, was vorher als normal galt, schlicht und einfach verrückt.

[6] Die es doch nur gut meinen, hätten besser mal etwas gewusst!

[7] Ob Sokrates unseren „Doktoren der Philosophie“ in irgendeiner Weise unterlegen wäre?

[8] Wie viele Bücher ich wohl mittlerweile schon gelesen habe, die sonst von niemandem mehr gelesen werden, oder überhaupt noch nie gelesen wurden?

[9] Selbstsucht kommt in Selfies dann doch noch ganz gut zur Geltung.

[10] Irgendwann wird nichts mehr zu tun sein, weil alles vertan wurde.