Perhorreszierende Perzeptionen (X)

[1] So mancher ist sich selbst auch nur der Nächstbeste.

[2] Sein Selbst darzulegen ist etwas grundsätzlich anderes, als sich selbst darzustellen.

[3] Das verzweifelte Buhlen um Aufmerksamkeit war immer schon ein Kennzeichen der Vulgarität.

[4] Philosophen sind naturgemäß verlegen. Wer kommt ihnen auch schon freudestrahlend entgegen?

[5] Wir haben zunächst einzusehen, was andere für uns vorgesehen haben.

[6] Mit Büchern wird gehandelt, aber um Leser muss gefeilscht werden.

[7] Einem Menschen, der für etwas einsteht, kann man nicht viel zu verstehen geben. Denn sein Verstehen versteht sich von selbst.

[8] Wo ein Wille ist, ist auch eine bewusste Wahl der Qual.

[9] Man wird das Opfer seiner Tugend werden, wenn andere sie in jeder Situation prinzipiell voraussetzen müssen.

[10] Weil am Ende alles überflüssig war, konnte nichts und niemand mehr aufrechterhalten werden.

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