Egregantius

Monat: Juni, 2015

Garantierte Expektorationen (XXV)

[1] Ein ordentlicher Lebenslauf wird auch nur vorzeitig fertigmachen.

[2] Die meisten Menschen wollen allem Anschein nach nur für den Arbeitsmarkt aufbereitet werden. Wenn sie als Lohnsklaven biologisch verwertbar gemacht wurden, sind sie bereits zufriedengestellt.

[3] Es gibt eine Ausschließlichkeit im Denken, die einen in Gesellschaft verstummen macht.

[4] Ein Denkender lässt sich nicht beschäftigen, sondern weiß sich zu beschäftigen, vor allem dann, wenn er nichts zu tun hat.

[5] Die Existenzgrundlage ist im Kern gelebte Aggression.

[6] Es sind Spaltprodukte des Denkens, die in letzter Konsequenz zum GAU führen können.

[7] Viele verstehen sich auf das Worte-Drechseln, auf den Wort-Wechsel verstehen sich nur wenige.

[8] Ich kann nur sagen, worum es mir geht, wenn meine Sprache es mir erlaubt.

[9] Die Programmvorschau im Fernsehen bietet meistens bereits einen abgeschmackten Vorgeschmack.

[10] Kunst lebt von Inbrunst.

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Garantierte Expektorationen (XXIV)

[1] Wer um einen Philosophen besorgt ist, verkennt die Sorge des Philosophen um sich selbst.

[2] Irgendetwas sagt ihm, dass dieses Irgendetwas ihm etwas zu sagen hat.

[3] Das gegenwärtig Gegebene bietet nicht die beste Motivation für ein aufrichtiges, selbstbestimmtes Leben.

[4] Wer nur selbstironisch auftreten kann, kann auch abtreten. Er wird nicht vermisst werden.

[5] Wenn ich ein Problem mit mir habe, ist es immer noch mein Problem.

[6] Der Philosoph ist im Grunde ein Störenfried aus innerer Überzeugung.

[7] Nachdem ein Denker die Technik beherrscht, sucht er Wege, die Technik auf seine Weise zu hintergehen.

[8] Ich war immer darum bemüht, die starken Seiten eines Menschen herauszuarbeiten. Leider sind die meisten weich gebettet.

[9] Wer sich durch einen Philosophen ablenken lässt, hat sich zweifelsfrei um das Beste verdient gemacht.

[10] Alle Menschen sind gleich, ergo Omnizid für alle!