YouNow-Gespräch mit Artie

von Egregantius

Dieses Gespräch vom 9.3.2015 dauerte etwa 30 Minuten

[Egregantius:] Was macht das Leben lebenswert?
(Lacht und neigt sich zur Seite.) Oh Gott! Was macht das Leben lebenswert? Da fragst du ja den Richtigen! […] Da fragst du ja den Richtigen! Nee, erzähl‘ mal, was macht das Leben lebenswert? Ich glaub‘ das wissen wir beide nicht, oder?!

[E.:] Wenn ich es wüsste, würde ich nicht fragen! 😉
(Lacht.) Ja, das dachte ich mir schon! (Wird über die YouNow-Verlinkung auf meinen Blog aufmerksam.) Ja… das konnte dir der Junge da auch nicht beantworten, was sein Leben lebenswert macht, oder?! (Eine Frau im Hintergrund sagt: „Die heilige Plattform!“) Die heilige Plattform…

[E.:] Führst du eher ein lustbetontes, oder ein moralisches Leben?
(Lacht.) Ein moralisches Leben? Na damit habe ich aber lange schon aufgehört! („Stimmt doch gar nicht!“ sagt die Frau im Hintergrund.) Ja, nicht das, was die Moral dieser Gesellschaft („Du bist ja kein Gauner!“ sagt die Frau im Hintergrund.) Nein, kein Gauner, aber nicht diese geheuchelte Moralität der Gesellschaft, also damit kann ich ja nun gar nichts anfangen! Mach‘ dies nicht, mach‘ das nicht! Also ein lustbetontes Leben… (Schmunzelt.) Zählt Essen zur Lust? Ja! (Lacht.)

[E.:] Was hat dich dazu bewogen, hier zu streamen?
Was mich dazu bewogen hat? Ich wollte mich irgendwie auch mal wichtig fühlen, ganz einfach! Äh, was hat mich dazu bewogen… diese Frage ist gut! Außerdem ist das jedes Mal so ne Therapiesitzung für mich… Ich glaube entweder ist man von sich selbst so überzeugt, dass man sich da keine Gedanken macht, oder man stellt sein Gesicht ins Internet, um sich damit zu beweisen, oder ne Sozialphobie damit selbst zu behandeln, von mir aus: Wenn du verstehst, was ich meine?! […] Ich mein‘, es ist durchaus nicht normal, dass ich hier streame und so frei rede, oder so offen: Das war’s jedenfalls lange nicht… sehr lange nicht! […] Ich bin bestimmt zu uninteressant für deinen Blog! So vollkommen unspektakulär…

[E.:] Es gibt keine uninteressanten Menschen.
(Lacht.) Ja, denk‘ ich mir auch, aber… Ich glaube, ich liefere dir nicht die richtigen Antworten, die du vielleicht erwarten möchtest, weil ich hab‘ grad deinen Blog ein wenig überflogen und ich glaube, ich bin da nicht so die kompetente Persönlichkeit! … (Kratzt sich.) Hm, gut. […] Und wie gesagt: Es ist durchaus nicht normal, dass ich mein Gesicht hier so in die Kamera halte! Das hat mich eigentlich viele Stunden und Tage gekostet, bis ich das endlich machen konnte!

[E.:] Haben Sie ein Lebensmotto?
Warum denn [plötzlich] Sie?! Ich habe kein Lebensmotto! (Lacht.) Außer arbeitslos [sein], wo andre Urlaub machen… habe ich kein Lebensmotto! Nein, ich weiß das klingt asozial, aber es ist doch so! Was soll ich denn machen?! („Es gibt hat aber auch was Schönes an der schlechten Situation, ist doch auch was!“ sagt die Frau im Hintergrund.) Ja, wie… (Pause. Lacht.) Arbeitslos, wo andre Urlaub machen…

[E.:] Glauben Sie, dass Sie sich mit diesem Stream etwas Gutes tun?
Ja, ich mir auf jeden Fall! Ob ich anderen irgendwo was Gutes tue, das weiß‘ ich nicht… das weiß ich wirklich nicht! (Lacht.) Aber es ist auch keiner gezwungen, mir zuzuschauen: Das ist das gute [daran]! […]

[E.:] Interessieren Sie sich für philosophische Themen?
Ja, das artet zu sehr aus, das ist zu viel… Wie kann ich das denn sagen, ohne dass ich… (Lacht.) Interesse vielleicht, ja! Aber ich glaube, dazu fehlt mir ein wenig die Konzentrationsfähigkeit… Man muss schon so ne gewisse Fähigkeit haben, sich damit näher oder tiefer zu befassen! Und wenn man sich auf solche, auf so was nicht wirklich konzentrieren kann, ist das immer sehr schwierig, philosophische Themen abzuhandeln, weil es ist für den Kopf einfach nicht greifbar… Und wenn man in den Kopf keine Ruhe reinkriegt oder eine Ordnung, dann sind philosophische Themen ziemlich schwer zu erfassen! Naja, zu fassen nicht, aber zumindest abzuhandeln, nur zu diskutieren…

[E.:] Zwingt das Leben den Menschen zu freiwilligen Handlungen?
(Lacht.) Find‘ ich lustig! Hm, zu freiwilligen Handlungen? Ich denke, das Leben zwingt zu gar nichts! (Räuspert sich.) Auch nicht zu freiwilligen Handlungen! Von Zwang sollte man da glaube ich überhaupt gar nicht reden: Das wäre wohl recht falsch! („Das schließt sich doch auch aus!“ sagt die Frau im Hintergrund.) Ja, genau! Ich meine, ne Handlung tue ich eigentlich immer – meistens – freiwillig, so ich denn Herr meiner Sinne bin! Und wenn ich nicht Herr meiner Sinne bin, dann ist das schon vorbei mit dem… ja, [du] weißt schon?!

[E.:] Haben Sie Angst vor dem Tod?
Ich hab‘ keine Angst vor dem Tod, ich habe eigentlich Angst, etwas zu verpassen! (Lacht.) Insofern ist da eigentlich keine Angst vor dem Tod, ne? Nein, eigentlich würde ich lieber länger leben, um möglichst viel mitzukriegen, oder zu erleben, aber: Angst vor dem Tod? Nein. Nur Angst, irgendwie was zu verpassen! […]

[E.:] Kann es beruhigend sein, wenn man darum weiß, dass man sich theoretisch jederzeit selbst töten kann?
Ja, der Umgang damit ist schwierig, oder? Ist das beruhigend, kann das beruhigend sein?! Ich weiß es nicht. Es ist so ein kleines Hintertürchen, aber ich glaube, der Schritt letztendlich dahin setzt uns sowieso ziemlich… ich glaube, da würden Viele zögern, das wirklich zu tun, obwohl es zumindest gedanklich ein Hintertürchen ist: Oder ein Trost, dass man es tun könnte!

[E.:] Beutet sich der moderne Mensch selbst aus?
Ja, auf jeden Fall: Ja. Der moderne Mensch beutet sich selbst aus! Da gibt’s eigentlich nichts [weiter] zu sagen! (Lacht.) Der moderne Mensch beutet sich selbst aus! Ich brauche diese ganze…

[E.:] Was läuft in unserer Gesellschaft eigentlich falsch?
In der Gesellschaft läuft vieles falsch! Ja, es ist die moderne Ausbeutung, die falsch läuft, ganz einfach! Ich möchte eigentlich nicht morgens aufstehen… ich brauche keinen Mercedes! Ja, ich brauche auch nichts Teures, ich möchte eigentlich nur morgens aufstehen und wissen, dass ich genug Geld habe, dass es bis Monatsende reicht, sei es durch Arbeit oder durch irgendwas anderes… aber in der Regel natürlich durch Arbeit! Möchtest du noch wissen, dass ich mich nicht dafür krumm und lahm arbeiten muss für 3, 4 Euro die Stunde, oder irgendwas? Und das ist halt das Problem, was falsch läuft! Es läuft eigentlich ne ganze Menge falsch: Es gibt genug Arbeit, ich sehe das immer wieder: Aber es ist niemand da, der sie bezahlen will!

[E.:] Wie stellen Sie sich eine ideale Gesellschaft vor?
Das gehört auch zu der idealen Gesellschaft, ja: Also ein bisschen so diese entkapitalisierte Gesellschaft, sag‘ ich mal! Weil irgendwie sitzt jeder auf seinem Geld und die ideale Gesellschaft wäre ganz einfach, wenn zumindest jeder, der arbeiten will, auch arbeiten kann mit einem gerechten Lohn, sag‘ ich mal! […]

[E.:] Wäre das Bedingungslose Grundeinkommen eine Lösung des Problems?
Ja, das ist die Frage: Ist das die Lösung? Es kommt auf die Höhe des Grundeinkommens an! Die Höhe des Bedingungslosen Grundeinkommens, das würde heißen, ich sag‘ mal so: Würde jeder 1.000 Euro Netto bekommen, wäre das für eine Person, oder für zwei Personen dann sicherlich ne Erleichterung, wenn sie nicht in diese jetzige Gesellschaft hineinpassen! Und wer gerne mehr haben will, wer einen Porsche haben will, wer eine Wohnung haben will, die sonstwie ausgestattet ist bis zum Geht-nicht-mehr und sonst viel Hightech, der kann ja gerne, der kann weiter arbeiten gehen und da mehr arbeiten… Äh, ja: Das wäre die Vorstellung! Ich würde mit meinem Grundeinkommen, wenn es eine gewisse Höhe hat, sicherlich auch was Sinnvolles tun wollen!

[E.:] Sollten Drogen legalisiert werden, und wenn ja: Welche?
Es sollten keine Drogen legalisiert werden: Das Problem an den Drogen ist… ja, da bin ich sehr zwiegespalten: Ich war früher der Meinung, dass eigentlich Cannabis legalisiert werden sollte, aber da gehe ich jetzt nicht mehr von aus, weil ich auch viele Leute kennengelernt habe, die wirklich ihre Psyche, ihr Leben damit gegen die Wand gefahren haben: Und deswegen bin ich da eigentlich nicht mehr so sehr dafür, dass es legalisiert werden sollte! Vielleicht sollte man über die Bestrafung reden, aber bei der Legalisierung bin ich sehr skeptisch geworden in den letzten Jahren…

[E.:] Glauben Sie, dass es etwas gibt, was die Welt im Innersten zusammenhält?
Es kommt auf die Weltsicht drauf an, gell?! (Lacht und denkt nach.) Kommt drauf an, woran man glaubt vielleicht, denk ich mir: Ich stelle mir immer vor: In dem Moment wo der Mensch überhaupt das letzte Rätsel gelöst hat, wird die ganze Welt verpuffen, das ganze Universum verpuffen und in einem Urknall neu starten! Wenn das letzte Rätsel gelöst ist… […]

[E.:] Was halten Sie von der These, dass Gott sich mit dem Urknall selbst getötet hat?
(Lacht.) Die ist ja geil! (Lacht weiter.) Das ist lustig, habe ich noch nie von gehört: Nein, hat er nicht! Diesen Gott gibt es auch nicht für mich! Also diesen einen Gott: Das ist ziemlicher Hirnriss in meinen Augen! Weil er ist ja auch nur ein gedachter Gott!

[E.:] Was ist Wahrheit?
Die Wahrheit ist letztlich das, was wir dafür halten und die [kann] ganz sehr viel Schlechtes sein und kann auch für jeden sehr anders aussehen, habe ich festgestellt! Sehr, sehr anders sogar, wenn man jetzt Wahrheit mit Relativität gleichsetzt, natürlich: Da scheint es für jeden doch anders zu sein!

[E.:] Wie erklären Sie sich die Existenz von Menschen?
Die Existenz von Menschen erkläre ich mir halt so… Sie (die Frau) sagt hier: „Ein Unglück!“… [?] Ähm, Fehler der Natur: So erkläre ich mir die Existenz der Menschen! Natürlich durch Evolution, wir schaffen aber: Ich glaube, wäre da hintendran irgendjemand gewesen, der was Großes schafft, dann hätte es keine Menschen gegeben! Oder wenn er gewusst hätte, was dabei herauskommt! (Zur Frau.) Ja, ist so ne? … Ein evolutionärer Irrtum, ein Irrtum der Natur!

[E.:] Was halten Sie von dem Satz „Das Leben ist ein Geschenk, das ein Leben lang verarbeitet werden muss.“?
Da halt‘ ich gar nix von! (Rezitiert.) Wer denkt sich sowas aus?! Das ist ja fürchterlich! (Lacht.) Nee, also ein Geschenk würde ich auf gar keinen Fall sagen: Das Leben ist eine Herausforderung, aber kein Geschenk! Der eine hat Glück, und der andere greift ins Klo! Sagen wir doch mal ganz ehrlich so, wie es ist, ja?! So, und dann kommt noch hinzu, wie jemand genau damit umgeht: Es gibt Glückskinder, die rumweinen, weil sie denken, sie sind hässlich, oder die anderen, die gar nicht realisieren, was wir für ein beschissenes System haben und denen die Sonne aus dem Arsch strahlt!

[E.:] Ich glaube, dass Sie den Satz nicht ganz verstanden haben…
Nicht? (Rezitiert.) Ja, da halt‘ ich gar nix von, hab‘ ich ja schon gesagt! Nonsens in meinen Augen! Nonsens. […] Ich verstehe den nicht?! Vielleicht will ich ihn nicht verstehen, weil ich mich weigere, einen derartigen Satz zu verstehen! (Pause.) Ich glaube, innerlich weigere ich mich, ja… (Lange Pause.)

[E.:] Was denken Sie über den Satz „Das Begreifende im menschlichen Geist verwirrt sich deswegen so oft, weil es sich selbst begreifen will.“?
Eigentlich ist das ja richtig, ne? Eigentlich könnte man davon eine Menge halten, aber wahrscheinlich verstehe ich den Satz jetzt auch wieder nicht! … (Umschwung von Ironie in Ernst.) Aber es ist ja eigentlich so: Ja, eigentlich ist es ja so! Oder? Die Suche danach sorgt für Verwirrung… Ich bin bestimmt intellektuell nicht gut genug, um das zu verstehen, oder philosophisch oder weiß ich nicht, was…
[…] Ja, ich hab‘ den (Satz „Das Leben ist ein Geschenk, das ein Leben lang verarbeitet werden muss.“) verstanden, natürlich hab ich den verstanden! Es gibt aber Dinge, gegen die ich mich sperre, ich glaub‘ innerlich…!

[E.:] Was denken Sie über den Satz „Wenn es keine Wahrheit gibt, ist das Sprechen von der Wahrheit schon eine Lüge.“?
Kommt immer darauf an, worauf es sich jetzt bezieht… (Lacht.) Also, wenn ich das politisch betrachte, dann ist das schon so, denn man denkt sich einfach: Ja, wenn es keine Wahrheit gibt, ist das Sprechen von der Wahrheit schon eine Lüge! Ich denke, der Satz ist so richtig, wenn man das auf die Medien bezieht, zum Beispiel auf die mediale Propaganda! Ich denke, davon kann man viel halten, von einem derartigen Satz…

Was halten Sie von dem Satz „In einer Welt der Gedankenlosigkeit leidet kein Mensch so viel wie ein denkender Mensch.“?
Ja, da halte ich eine ganze Menge von, von diesem Satz! Aber ich weiß gar nicht, ob ich das gleich beantworten soll, weil ich ja auch immer nur gefragt werde, was ich davon halte, oder nicht halte… Aber ich bin ganz ehrlich: Manchmal möchte ich mir einfach nur den Kopf wegsaufen, um das Denken einzustellen und so zu werden wie andere… So wie (gestikuliert mit den Händen und imitiert Anführungszeichen) normale Menschen! Ja, und einfach nur wie alle Schäfchen in eine Richtung zu laufen… Deswegen würde ich mir manchmal liebend gern den Verstand wegsaufen, oder den Verstand abstellen! Ja, ich denke zwar vielleicht nicht immer richtig, oder in die richtige Richtung, aber wenn ich die anderen Leute so sehe… „Bauer sucht Frau“ und so, „Frauentausch“ und dieses ganze Qualitätsfernsehen, Bild-Leser…

[E.:] Was ist Ihr Lieblingsbuch?
Mein Lieblingsbuch? Jetzt hat er mich erwischt (Zu der Frau.)! Mein Lieblingsbuch? Ich hätte gerne ein Lieblingsbuch, ich habe aber eigentlich keins. Alles andere wäre jetzt gelogen, oder an den Haaren herbeigezogen! Kurzum, ich habe durch Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen seit 20 Jahren kein Buch mehr vernünftig lesen können, außer vielleicht die ersten paar Seiten… […] deswegen habe ich in dem Sinne kein Lieblingsbuch! Es gäbe sicherlich einige, oder zumindest sicherlich eins, würde ich es schaffen, in Ruhe mal zu lesen! Leider funktioniert das nicht, weil ich dabei entweder einschlafe, oder mir das zu öde wird, oder [weil] es mir einfach zu blöd wird! Ja, das wurde schon ziemlich früh versaubeutelt!

[E.:] Mangelt es der heutigen Jugend an guten Vorbildern?
Ja, auf jeden Fall! Ich habe da eigentlich sehr radikale Ansichten, glaube ich! Nur das Problem ist, dass viele Leute sich zum Beispiel in extremen Sachen unterordnen […], das heißt, dass denen der nötige Griff fehlt, ja die Vorbilder einfach! Und deswegen denke ich mal, werden sie wahrscheinlich auch teilweise radikal… wäre meine Meinung, dass sie irgendwie nen falschen Weg einschlagen! Sei es jetzt halt irgendwas Radikal-Islamisches, und sonstwas: Ich glaube, manche brauchen auch wirklich die Knute heutzutage noch!

[E.:] Was sind für Sie gute Vorbilder?
Wir haben keine guten Vorbilder! Es gibt keine guten Vorbilder mehr in diesem Land… Der Zug ist einfach mal abgefahren… Um ein gutes Vorbild zu haben, müssen andere Leute oder Jugendliche erstmal wieder das Zuhören lernen! Weil man müsste sich mit den Jugendlichen überhaupt erstmal beschäftigen, das ist vielleicht nicht mal immer die Schuld der Jugendlichen…

[E.:] Ist der Mensch vernunftbegabt, oder nutzt er seine Vernunft allein, um tierischer als jedes Tier zu sein?
(Lacht.) Vernunftbegabt? Ich glaube, vernunftbegabt… müsste man sich mal stundenlang Gedanken darüber machen, oder? Ob jemand vernunftbegabt ist, oder ob der Mensch vernunftbegabt ist. Wir versuchen, vernunftbegabt zu sein, indem wir andere Leute nicht totschlagen, damit fängt’s ja schon an… aber ich mein‘, wenn man so sieht, was auf der Welt passiert… vernunftbegabt… Ich glaube, da ist noch ganz viel Affe drin, ganz viel Steinzeit im Menschen, also das ist nicht vernunftbegabt! Ich denke, in dem Menschen ist noch ganz viel Tier!

[E.:] Haben Sie noch einen Lebenstraum?
Was ich für einen Lebenstraum habe: Das ist ja mal ne Frage! Habe ich noch einen Lebenstraum? Ich habe noch viele Lebensträume, es ist nur schwierig zu vollziehen… Ja, Lebensträume habe ich viele! (Lacht.) Millionär zu werden, ist das für mich ein Lebenstraum? Nein, ich glaube, das hat jeder… Aber ich denke mal, ein eigenes Haus, ein eigenes Grundstück: Das wäre doch der Lebenstraum! Und dann in Frieden leben zu können nach meiner Façon, sag‘ ich mal, nach meiner Lebensauffassung! Das wäre ein wichtiger Traum…

[E.:] Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?
Wo ich mich in 10 Jahren sehe? Das ist sehr schön… Ich hoffe, nicht mehr hier! Ich arbeite dran, eigentlich täglich meine Lebensumstände zu verbessern und deswegen hoffe ich, dass es nicht zu unrealistisch ist, dass ich mich in 10 Jahren tatsächlich noch irgendwo sehe mit einem eigenen Haus, einem Grundstück, vielleicht ein bisschen weiter weg vom Schuss… und ein paar andere kleine, illusionäre Träume, die ich mir vielleicht vorweg wünschen möchte: Ich brauche wie gesagt kein großes Auto und ich brauche keine Weltreisen… den Spaß überlasse ich andern! Ich möchte bloß gerne mein Leben haben, mit einem Haus und wie ich es gerne leben kann, darf, möchte… Mir geht’s halt eben nicht um die Millionen, um die Kohle… (Lacht.) Aber Kohle ist sehr nützlich! (Lacht.) Komm ich jetzt in den Blog?! Du machst bestimmt so ne Menschenstudie, würd‘ ich auch gerne machen… Und meine Antworten sind nicht so toll gewesen, das weiß ich wohl selbst! […] Lassen wir uns mal überraschen: Ich hab‘ das morgen bestimmt sowieso wieder vergessen…

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