Garantierte Expektorationen (XIV)

von Egregantius

[1] Wenn der kalte Schweiß ausbricht, ist der Nährboden für das Denken bereitet.

[2] Ein Mensch, der nur todernst auftreten kann, bietet in unserer verharmlosten Zeit bereits genug Irritationspotenzial.

[3] Nichts bleibt sich gleich und die Lebensspanne eines Menschen darunter vernachlässigbar. Nichts ist eben immer schon weit gefasst.

[4] Wenn wir die Freiheit hätten, käme es uns nur noch auf unsere Freiheit an. Plötzlich wären wir unfrei.

[5] Das Hauptaugenmerk ist auf lange Sicht immer zu kurzsichtig.

[6] Im digitalen Zeitalter steht zumindest fest, dass die Idiotie der Masse nicht weiter geleugnet werden kann.

[7] Wer nicht lebt, hat sein Glück zu seinem Glück nicht zu suchen.

[8] Ein geschliffener Aphorismus wird zunächst am eigenen Leib erfahrbar.

[9] Man will in seinem Leben viel erreichen: Der Tod wird sich glücklicherweise noch von selbst ergeben.

[10] Aufmunternde Aphorismen können nur Wunschträume von Belanglosen sein.

Advertisements