Garantierte Expektorationen (VII)

von Egregantius

[1] Ich bin immerhin so frei, mir meine Unfreiheit zuzugestehen.

[2] Ein Mensch steht sich fassungslos gegenüber, wenn er sich darüber bewusst wird, dass er konkret werden musste, um aus der Fassung geraten zu können.

[3] Wenn es mir zu gut geht, kann ich mich hautnah gar nicht miterleben.

[4] Für das Wesentliche sind vorausahnende Sensibilisierungsmaßnahmen erforderlich.

[5] Man denkt sich aus der Unentwirrbarkeit heraus, nur um sich noch gemütlicher in ihr einleben zu können.

[6] Ein Ding, das von mir beschrieben wurde, damit ich es für mich fassbar machen kann, soll niemals nur in meinem Sinne aufzufassen sein!

[7] Wer etwas auf alle Fälle durchstehen will, hat sich wohl an Vogelscheuchen ein Beispiel genommen.

[8] Wenn es auch kein richtiges Leben im falschen geben sollte, wäre doch ein richtiges Sterben im falschen zumindest denkbar?

[9] Alles sozial Gemeinte kann im Kontext des Sozialen Netzwerks nicht mehr sozial wirken.

[10] Immer dann, wenn von „sozialen Kompetenzen“ die Rede ist, verspürt ein Mensch mit gesundem Menschenverstand das Bedürfnis, seinen asozialen Instinkt hervorzukehren.

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