Über religiöse Gefühle

von Egregantius

Da ich von „religiösen Gefühlen“ nichts weiß und mir auch noch nie etwas darunter vorstellen konnte, kann mich theoretisch auch nicht der (noch nie explizit geäußerte) Vorwurf treffen, dass ich „religiöse Gefühle“ in irgendeiner Weise „verletzen“ würde, nur weil ich keinen Wert auf sie lege. Denn ich kann gemäß meiner Natur mit Gefühl nur auf Gefühle Rücksicht nehmen, die mir selbst geläufig sind, die ich also rational nachvollziehen und bewerten kann. Auf mir unverständliche Gefühle kann ich nur mit Unverständnis und Achselzucken (Laissez-faire) reagieren. Wenn in solcher Weise Betroffene mir von ihren „religiösen Gefühlen“ oder Erlebnissen mit Gott oder dem Gottessohn berichten, bleibt mir gar nichts anderes übrig, als diese intimen Eingeständnisse zur Kenntnis zu nehmen und im weiteren Umgang nicht weiter an den Gefühlen zu rühren, um von vorneherein der Gefahr zu entgehen, mir unbegreiflichen „religiösen Gefühlen“ zu nahe zu treten, für die ich bis zum heutigen Tag zu meinem Glück oder Unglück kein echtes Verständnis aufbringen kann.

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