Egregantius

Monat: September, 2014

Garantierte Expektorationen (V)

[1] Alles was ich denke, ist wahr. Zumindest im Augenblick des Denkens.

[2] Der Mensch misst aus sich heraus mit den Maßen, die ihm naturgemäß gegeben sind: Er kann davon losgelöst keine reinen Wahrheiten erkennen. (Auszug aus einem Kommentar über Markus Gabriel)

[3] Wir streben immer zunächst der Wahrheit entgegen, die uns naheliegt.

[4] Die Wahrheit scheint nicht besonders tragfähig zu sein.

[5] In der Bedrängnis wird man zunächst von Wahrheiten umstellt. Nachfolgend festgestellt.

[6] Die Wahrheit war nicht vorherzusehen. Der Mensch hat sie allerdings vorhergesagt.

[7] Jede Annahme muss etwas von der ganzen Wahrheit ausnehmen.

[8] Was doch nicht wahr sein darf, ist meistens wahr.

[9] Es darf doch nicht wahr sein, dass etwas wahr sein darf!

[10] Große Wahrheiten sind Phänomene des Übergangs.

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Über Philosophieprofessoren

Die meisten Philosophieprofessoren lehren nur, was historisch festgestellt, also zu ihrem großen Glück für immer abgehakt ist und nun in aller Übersichtlichkeit katalogisiert werden kann. Zum eigenen Philosophieren fehlt es ihnen sowohl an Mut, als auch an Kraft. Neue Denkwege müssen folglich unbeschritten bleiben, damit Philosophieprofessoren auch in Zukunft mit autoritätsverleihenden Fußnoten von sich weg verführt werden können.

Garantierte Expektorationen (IV)

[1] Alles neu macht der Bohei.

[2] Ich bin untröstlich, also existiere ich.

[3] Man bezeugt nur dann Interesse, wenn man sich nicht interessieren kann.

[4] Fest steht auch: Selbst wenn mir nichts zustoßen sollte, werde ich wohl oder übel an mir zugrunde gehen.

[5] Die Souveränitätsidee verliert ihre Souveränität, wenn sie proklamiert wird.

[6] Vielleicht ist gerade das Unmenschliche am allermenschlichsten?

[7] Wer einer Arbeit nur nachgeht, übergeht sich zwangsläufig.

[8] Man ist sich selbst ein rotes Tuch.

[9] Die Zeit, die man sich gibt, will man ja doch wieder nur an sich nehmen!

[10] Ein Mensch muss sich früh verkennen lernen, um mit beiden Beinen im Leben stehen zu können.