Über die Entschlossenheit

von Egregantius

In diesem Blogeintrag möchte ich kurz auf die praktische Nützlichkeit von entschlossenem Handeln hinweisen und sie aus rein pragmatischer Sicht als ein nicht zu vernachlässigendes Gebot der Lebensklugheit betrachten. Ich möchte dabei aber nicht verhehlen, dass mir selbst diese sanguinische Betrachtungsweise nicht ganz geheuer ist und mir utilitaristisches Nützlichkeitsdenken prinzipiell eher fernliegt, aber da sich mir diese pragmatischen Gedanken eben aufgedrängt haben und mir keine Ruhe gaben, bis ich sie pointiert in einem längeren Satz notiert habe, will ich sie nun an den lebensklugen Lebemann abgeben und – hoffentlich auch! – wieder loswerden:

Die Entschlossenheit hat den schätzbaren Vorteil, dass der Entschlossene mit seinen konkreten Lebensplänen das, was ihm zwangsläufig früher oder später in die Quere kommen muss, leichter als ein Wankelmütiger umgehen kann, indem er sich das Zufällige und Nicht-in-seiner-Macht-liegende, das ihn bei der Durchführung seiner Pläne anhalten, zu Fall bringen, oder gar vom eingeschlagenen Wege abbringen könnte, schon im Vorhinein mit aller Eindringlichkeit ins Bewusstsein ruft und sich damit in seiner nunmehr erlangten Charakterfestigkeit darin bestärkt, sowohl jedwedes inanes Innehalten zur erneuten Rückversicherung, als auch die Notwendigkeit zur psychosomatischen Wiederherstellung und große, hindernisreiche Umwege zu vermeiden und dem eben mit Entschlossenheit entgegenzugehen.

PS: Merkt man mir eigentlich an, dass ich gestern Kant gelesen habe?

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